Fussballstipendium für Frauen.
Aus der Schweiz aufs College.
An der Heim-EM hat die ganze Schweiz gesehen, wie weit der Frauenfussball gekommen ist. In den USA ist er seit Jahrzehnten fest im College-Sport verankert - und die Colleges vergeben Stipendien, die dein Studium bezahlen. Wir zeigen dir, wie du dahin kommst.
Mit einem Fussballstipendium übernimmt ein US-College einen Grossteil deiner Kosten für Studium und Leben, während du für sein Team spielst. Für Frauen stehen die Chancen besonders gut: Die Colleges müssen Frauen im Sport genauso unterstützen wie Männer, und seit 2025 dürfen viele Top-Programme jede Spielerin im Kader fördern. Seit 2022 haben wir erst 19 Schweizerinnen an US-Colleges gezählt - die Tür ist weit offen.
Am College ist Frauenfussball längst Alltag.
657'291 Fans, 29 von 31 Spielen ausverkauft - die Heim-EM hat alle Rekorde gebrochen. In den USA gehört grosses Publikum im Frauenfussball seit Jahrzehnten dazu - am College: Die Teams haben ihren eigenen Trainerstab, Athletiktrainer und Physios, zu Auswärtsspielen geht es quer durchs Land. Trainiert wird fast jeden Tag; gespielt wird im Herbst, im Frühling folgt eine Trainingsphase.
Dafür übernimmt das College je nach Liga einen grossen Teil deiner Kosten für Studium und Leben. Du musst dich also nicht zwischen Ausbildung und Fussball entscheiden - du machst beides, auf einem Niveau, das es in der Schweiz neben dem Studium kaum gibt.
Warum für Spielerinnen gerade viel drin liegt.
Zwei Dinge sprechen für dich. Das erste gilt seit Jahrzehnten: Title IX, ein US-Gesetz, verpflichtet die Colleges, Frauen im Sport genauso zu unterstützen wie Männer. Darum gibt es im Frauenfussball besonders viele Stipendien.
Das zweite ist neu. Lange durfte jedes Team nur eine fixe Zahl an Stipendien vergeben. Seit Sommer 2025 dürfen viele Programme in der NCAA Division 1 jede Spielerin im Kader fördern - die NCAA rechnet selbst damit, dass sich die Stipendien für Frauen mehr als verdoppeln. Ein Vollstipendium bleibt trotzdem selten: Die meisten bekommen ein Teilstipendium und zahlen den Rest selbst.
Worauf US-Coaches bei Spielerinnen achten.
US-Coaches entscheiden anhand von Material, nicht nach Bauchgefühl. Vor allem drei Dinge schauen sie sich an.
Dein Video
Kein Hochglanz-Film, sondern echte Spielszenen aus den letzten zwölf Monaten. Coaches wollen sehen, wie du gegen echte Gegnerinnen spielst - nicht nur deine besten Tricks. Das Highlight-Video schneiden wir mit dir zusammen - was reingehört, steht im Video-Guide.
Deine Position und Liga
Wo du spielst und gegen wen. Eine Innenverteidigerin aus der Women's Super League wird anders bewertet als eine Stürmerin aus der Nationalliga B. Wir ordnen dein Niveau realistisch ein, damit die Coaches dich richtig einschätzen.
Dein Profil
Position, Grösse, stärkerer Fuss, Statistiken, Verein. Anhand dieser Angaben entscheidet ein Coach in wenigen Minuten, ob es weitergeht.
Ab welcher Liga ist es realistisch?
Die kurze Antwort: Es gibt keine harte Grenze. Je höher du spielst, desto mehr Programme und desto höhere Stipendien stehen dir offen. Aus der Women's Super League hast du die ganze Bandbreite bis zur NCAA Division 1. Auch aus der Nationalliga B oder der 1. Liga schaffst du es in starke Programme - teils über ein Junior College als Sprungbrett.
| Dein Schweizer Niveau | Realistisch in den USA |
|---|---|
| AXA Women's Super League | NCAA Division 1 |
| Nationalliga B | NCAA Division 1 bis 2, NAIA |
| 1. Liga | NCAA Division 2, NAIA, Junior College |
| 2. Liga und tiefer | NAIA, Junior College (NJCAA) |
Das sind Richtwerte, keine festen Grenzen. Entscheidend ist das Gesamtbild aus Niveau, Video, Noten und Englisch - wir ordnen dich realistisch ein.
Erst 19 Schweizerinnen.
Seit 2022 haben wir 109 Schweizerinnen und Schweizer in den Kadern von US-Colleges erfasst - 90 Männer, aber erst 19 Frauen. Für dich heisst das vor allem eines: Es hat Platz.
Alle Zahlen zu Schweizerinnen und Schweizern im US-College-Fussball stehen im Datenreport.
Und wenn du Profi werden willst?
Die NWSL, die höchste US-Profiliga, hat ihren College-Draft 2024 abgeschafft - Spielerinnen verhandeln seither direkt mit den Clubs, so wie in Europa. Fast alle US-Nationalspielerinnen haben vorher am College gespielt. Und willst du nach vier Jahren zurück in die Schweiz, kommst du mit einem anerkannten US-Abschluss, fliessendem Englisch und vier Saisons College-Fussball im Rücken.
Was Spielerinnen uns oft fragen.
Bekommen Frauen leichter ein Stipendium als Männer?
Die Chancen stehen gut: Title IX verpflichtet die Colleges, den Frauensport genauso zu unterstützen wie den Männersport, und seit Sommer 2025 dürfen viele Top-Programme jede Spielerin im Kader fördern. Ein Selbstläufer ist es trotzdem nicht: Dein Niveau, dein Video und deine Noten entscheiden.
Welche Liga brauche ich als Spielerin?
Aus der Women's Super League hast du die ganze Bandbreite bis zur NCAA Division 1. Auch aus der Nationalliga B oder der 1. Liga kannst du es in ein starkes College-Programm schaffen. Schick uns dein Profil, dann ordnen wir dich realistisch ein.
Was kostet mich das?
Das Stipendium übernimmt je nach Liga 30 bis 100 Prozent der College-Kosten - den Rest zahlst du selbst. Dazu kommen unsere Vermittlungsgebühr und Kosten an Dritte für Tests und Visum. Alle Beträge stehen offen im Kosten-Guide und auf der Preise-Seite.
Wann muss ich starten?
Der ganze Weg dauert meistens 8 bis 18 Monate. Fang also gut ein Jahr vor deinem Wunschstart an - das Recruiting läuft parallel zu deinem letzten Schuljahr, und für die Einschätzung zählt dein aktueller Schnitt.
Muss ich in die Rekrutenschule?
Nein. Der Militärdienst ist für Frauen freiwillig - du musst also nichts aufschieben. Für dich zählen Matura, Englisch-Test und dein Fussball. Die Details stehen im Matura-Guide.
Kann ich nach dem College Profi werden?
Ja. Die NWSL, die höchste US-Profiliga, hat ihren College-Draft 2024 abgeschafft - Spielerinnen verhandeln direkt mit den Clubs, und fast alle US-Nationalspielerinnen haben am College gespielt. Und klappt es nicht mit dem Profivertrag, hast du einen anerkannten US-Abschluss in der Tasche.
Stand: Juli 2026
Wer dich begleitet.
Andrin Zumbühl aus Beckenried ist den Weg über alle drei Ebenen des US-College-Sports selbst gegangen - heute ist er dein Ansprechpartner in der Schweiz. Hinter ihm steht Athletes USA, seit 2008 mit über 3'000 Vermittlungen.
Bist du bereit für die USA? Finde es heraus.
Wir schauen uns dein Niveau an und sagen dir, was in den USA realistisch drin ist - und was der Weg dahin verlangt.
